Benutze einen Avatar online? Hier ist, was es über dich sagt

Die Forschung zeigt Avatar-Qualitäten, mit denen sich die meisten Menschen anfreunden wollen

Einige Nutzer sozialer Medien werden mit Freundschafts- und Verbindungsanfragen überflutet. Andere werden selten kontaktiert, trotz einer robusten Social-Media-Präsenz. Was macht den Unterschied? Für Leute, die ihr wirkliches Foto nicht benutzen, ist die Antwort der Auftritt ihres Avatars.

Das sind gute Nachrichten, denn du kannst jeden beliebigen Avatar auswählen. Aber hier ist das Dilemma: Obwohl eine gute Wahl Ihnen mehr Freunde und Fans bringen kann, als Sie zählen können, kann die falsche Wahl zu einer sehr einsamen virtuellen Existenz beitragen. So funktioniert es.

Online-Identität: Bildverwaltung

Wenn Sie online Kontakte knüpfen, müssen Sie zuerst entscheiden, welche Art von Profilbild Sie verwenden möchten. Für die meisten Menschen hängt es davon ab, welche Art von Beziehung sie verfolgen. Eine Person, die eine romantische Beziehung auf einer Dating-Website sucht, wählt ein drastisch anderes Bild als jemand, der mutig mit kontroversen oder unpopulären Meinungen auf Twitter klingelt.

Vor allem auf Dating-Sites verwenden viele Menschen ihr Foto. Von einem Glamour-Shot bis hin zu einem Fahndungsfoto (ernsthaft) haben wir alles gesehen. In der Regel wird es jedoch eine (vielleicht etwas veraltete) attraktive Darstellung sein, die den Zuschauern gefallen wird.

Facebook ist eine weitere Website, auf der viele Nutzer echte Fotos posten, die ihr Netzwerk vielleicht eher als Menschen wahrnehmen, mit denen sie sich wohlfühlen, wenn sie ihr persönliches Leben teilen.

In der heutigen Welt scheuen jedoch immer mehr Menschen, ihr Foto aus Datenschutzgründen zu verwenden. Einige dieser Menschen verwenden stattdessen Fotos ihrer Haustiere oder Fotos, die sie von ihrem Lieblingsurlaubsort gemacht haben.

Andere waten in die Fantasiewelt des Avatars.

Virtuelle Identität: idealisiertes Selbstbild

Von Superhelden bis zum Übernatürlichen wählen Nutzer, die sich durch eine virtuelle Identität sozialisieren wollen, eine imaginäre, aber kreative Selbstdarstellung. Die Betonung auf sich selbst ist der wichtigste Teil der Auswahl des Avatars. Sie wählen einen Charakter mit Eigenschaften, die Sie entweder als Ihren eigenen ähnlich empfinden, oder Sie repräsentieren die Art und Weise, wie Sie wahrgenommen werden möchten.

Geht man von intelligenten, sicheren und sozialen Medien auf seriösen Plattformen aus, ist Avatare wichtig, wenn man sich mit anderen Benutzern verbinden möchte. Die Forschung zeigt, dass bestimmte Arten von Avataren eher als andere das Interesse anderer Nutzer wecken, Sie kennenzulernen.

Avatar Choice: Der Reiz der Zugänglichkeit

Avatar Wahl ist besonders relevant, wenn Sie online Freundschaften aufbauen möchten. In einer Studie mit dem treffenden Titel “Was sagt mein Avatar über mich?” (2015) demonstrierten die Forscher Fong und Mar die sozialen Konsequenzen der strategischen Avatarauswahl. [I] Auf der Suche nach der Form von Menschen, basierend auf ihren Avataren, Sie entdeckten, dass einige Merkmale einfacher sind als andere, um sie durch die Auswahl eines Avatars zu beurteilen.

Sie fanden heraus, dass normative und angenehme Menschen Avatare schufen, die ein größeres Verlangen nach Freundschaft von anderen Menschen erzeugten. In Bezug auf spezifische Merkmale fanden sie, dass Avatare genau Persönlichkeitsinformationen über Neurotizismus, Verträglichkeit und Extraversion, aber nicht Offenheit oder Gewissenhaftigkeit lieferten. Sie fanden auch heraus, dass Personen, die wohler waren, Avatare kreierten, mit denen andere Leute befreundet sein wollten.

Die verführerischsten Avatare tragen keine Schattierungen

Eine der interessanteren Erkenntnisse betraf spezifische Eigenschaften von Avataren, die aus der Sicht der Freundschaft am beliebtesten waren. Schattierungen sind cool, oder? Anscheinend nicht so sehr, wenn es um die Vorlieben von Menschen geht, die online nach Mitbenutzern suchen, um sich anfreunden zu können.

Fong und Mar bestätigten frühere Untersuchungen, die auf die Attraktivität eines charmanten Gesichtsausdrucks hinwiesen. In Übereinstimmung mit dieser Studie fanden sie heraus, dass Avatare mit Accessoires, die das Gesicht blockierten, wie Sonnenbrillen und Hüte, als weniger freundschaftliche Absichten wahrgenommen wurden.

In Bezug auf Kleidung gab es nur ein Kleidungsstück in ihrem Studium, das mit der Absicht, eine Freundschaft zu bilden, korrelierte: ein Pullover. Fong und Mar spekulierten, dass der gemeinsame Nenner zwischen dem Pullover und einem freundlichen Gesichtsausdruck die Wahrnehmung von Wärme ist.

Viele Leute würden sich keinen Avatar mit einem Pullover aussuchen, um nicht älter auszusehen, oder wie Mister Rogers – für diejenigen von euch, die alt genug sind, um sich an die Kindershow zu erinnern. Aber sie würden einen Charakter mit Sonnenbrille wählen, wahrscheinlich in dem Versuch, “cool” auszusehen. Doch diese Auswahl, so Fong und Mar, würde bei anderen Nutzern nicht so viel Interesse wecken.

Der Ratschlag, einen bezaubernden Gesichtsausdruck zu zeigen, ist jedoch definitiv angebracht, besonders in einem Ort, an dem andere Benutzer schnell scannen, wie beim Betrachten endloser Bildschirme von Online-Profilen, Suchen nach neuen “Freunden” oder “Verbindungen”.

Virtuelle Attraktion imitiert Live-Interaktion

Offensichtlich demonstrieren wir selbst mit imaginären Darstellungen eine Präferenz für Gesichter, die sowohl attraktiv als auch zugänglich sind – was die Art widerspiegelt, wie wir im wirklichen Leben auf andere reagieren. Diese Forschung stellt einen weiteren Weg dar, auf dem wir online Urteile machen, ähnlich wie wir es in der realen Welt tun.

Verweise

[i] Katrina Fong und Raymond A. Mar, “Was sagt mein Avatar über mich? Inferring Personality Avatars, “Persönlichkeit und Sozialpsychologie Bulletin 41, nein. 2, 2015, 237-249.