Auf Wiedersehen Facebook, Hallo Welt

(c) Ravi Chandra 2013

20. Februar 2015

Ich bin seit 8 Jahren auf Facebook unterwegs, aber seit dem 13. Januar 2015 bin ich endlich an Land gekommen. So sehr ich Aspekte der Facebook-Erfahrung genossen habe, einschließlich der Möglichkeit des sozialen Wandels, kam ich zu dem Schluss, dass Facebook eher eine Art der Meinungsbildung als eine verwandte war.

(AKTUALISIERT 28.3.15: Mein Op-Ed zu diesem Thema wurde gerade von der New York Daily News veröffentlicht!)

Mein Streit mit Facebook kam nach dem Massaker von Charlie Hebdo. Während Millionen in Frankreich marschierten und viele ihre Empathie mit "Je Suis Charlie" unter meinen progressiven Freunden ausdrückten, war "Ne Neis Pas Charlie" – oder ich bin nicht Charlie – die beliebteste Meinung. Meine Freunde sahen Charlie Hebdo durch ihre eigenen Erfahrungen mit Rassismus und Marginalisierung; Sie verurteilten die Tötungen, nutzten aber die Gelegenheit, auch Charlie Hebdo zu denunzieren, wobei sie die Cartoons des Magazins häufig falsch verstanden. Wie ein Freund sagte: "Traue das Dutzend umgebracht, aber erkenne an, dass sie mit ihrer Arbeit herumtrotteten und mit ihnen herumtrabten."

Für mich war das so, als würde ich sagen: "Das Massaker von Sandy Hook war schrecklich, aber Grundschulen sind nicht alles, was sie sind." Es war eine Zweideutigkeit gegenüber der absoluten Unannehmbarkeit von Gewalt. Es war auch eine heuchlerische Kritik der freien Meinungsäußerung von Leuten, die ihre eigene Rede hoch schätzten, selbst wenn es manchmal beleidigend war. Ich hatte meine Meinung, aber sie waren unpopulär. Meine Meinungen wurden nicht berücksichtigt, meine Blogposts wurden nicht geteilt und ich fühlte mich gemieden. Ich gehörte nicht dazu. Ich erkannte auch, dass Facebook einen Eigensinn auf Meinung, Argument und Selbst förderte, der meiner buddhistischen Praxis zuwiderlief. Weit davon entfernt, Mitgefühl zu fördern, das aus Verbundenheit kommt, praktizierten wir Abwehrhaltung, was das Gegenteil von Liebe ist.

In der realen Konversation machen wir Platz für einander, erkennen einander an und kommen verändert weg. Online sind wir in Meinungssilos gegliedert, die nie wirklich kommunizieren, geschweige denn Kommune.

Auf Wiedersehen Facebook, hallo Realität. Ich freue mich darauf, Sie besser kennenzulernen. Vielleicht verlieben wir uns sogar.

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