Psychologie in "13 Gründe warum"

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"Das Gegenteil eines Helden ist kein Bösewicht, es ist ein Zuschauer."

– Matt Langdon (Heldenrunde)

Vielleicht hat die umstrittenste Netflix-Originalserie "13 Reasons Why" viel Druck erzeugt, sowohl positiv als auch negativ. Die Serie erzählt die Geschichte von Hannah Baker, die vor der Serie durch Selbstmord stirbt. Dann schickte sie Tonbänder mit 13 Gründen, warum sie es tat, und den Leuten, die dafür verantwortlich waren, dass sie sich das Leben nehmen wollte. Diese Gründe umfassen Vergewaltigung, Mobbing, Ausgrenzung, Mangel an sozialer Unterstützung, Schlampenbeschimpfung und Zuschauer, die nicht eingreifen und ihr helfen, wenn sie sie benötigt.

Kritiker der Show haben erklärt, dass die Serien Selbstmord verherrlichen, die psychische Gesundheit in der Serie nicht erwähnen und Selbstmord als einen Akt der Rache gegen Mobbing darstellen. Einige Kritiker haben erklärt, dass die Show wahrscheinlich Nachahmer schafft und eine Botschaft an die Zuschauer senden könnte, dass jeder Suizid vermeidbar ist oder dass es einen Schuldigen für jeden Suizid gibt. Andere Kritiker haben sogar vorgeschlagen, dass die Hauptfigur angesichts ihrer Notlage nicht in der Lage gewesen wäre, die Tonbänder zu erstellen.

Ich möchte meine persönliche Meinung in diesem Post anbieten. Wenn ich die Serie beobachte, glaube ich, dass die Serie eine Seite von jemandem zeigt, der durch Selbstmord sterben könnte. Nein, es repräsentiert nicht den Kampf jedes Teenagers, noch repräsentiert es jede Person, die durch Selbstmord stirbt, aber ich glaube, dass es ein mögliches Szenario darstellt.

Was ich meiner Meinung nach gut macht, ist, dass es eine Perspektive bietet, welche Umstände dazu führen könnten, dass ein Individuum Selbstmord begeht. Die traurige Realität ist, dass Selbstmord derzeit die zweithäufigste Ursache für den Tod von Teenagern und jungen Erwachsenen ist. Es stimmt, dass nicht jeder Suizid vermeidbar ist und nicht alle Symptome offensichtlich sind. Ich denke jedoch, dass die Show dem Zuschauer erlaubt, Situationen zu beobachten, die Jugendliche und junge Erwachsene dazu bringen, Selbstmord zu erwägen, wie sexuelle Übergriffe, Gerüchte, Ausgrenzung usw. (kurz: alles, was Hannah Baker erlebt).

In meiner Praxis hat diese Serie Gespräche mit meinen Teenagern über diese schwierigen Themen ermöglicht. Auch meine Kollegen berichten, dass Teenager bereit und eifrig waren, diese Show mit ihnen zu diskutieren, weil sie sagen, dass es "echt" ist und sie daran erinnert, was sie erlebt haben.

Die Show könnte (und hat bereits) ein Medium für Therapeuten, Eltern und Lehrer bieten, um nicht nur Selbstmord zu diskutieren, sondern auch andere Themen, wie die Kämpfe, die Hannah mit Jugendlichen erlebt. Außerdem hoffe ich, dass es den Zuschauern ermöglicht wird, eher ein Fürsprecher als ein Zuschauer zu sein. Als Hannah mit Gerüchten und Schlampenbeschwerden fertig wird, scheint sie damit fertig zu werden, wenn sie die Unterstützung ihrer engsten Freunde Alex und Jessica hat. Wenn diese Unterstützung jedoch nicht mehr verfügbar ist, kämpft sie viel mehr. Wenn ich die Serie beobachte, hoffe ich, dass die Zuschauer und ihre Eltern, Lehrer, Freunde oder Therapeuten Gespräche führen können, nicht nur darüber, wie man dieser bestimmten Person helfen kann, sondern auch darüber, wie man nach Menschen Ausschau hält Für Menschen, die schlampig beschämt oder gemobbt werden, und wie man im wirklichen Leben ein Superheld wird.

Wenn Sie oder jemand, den Sie kennen, Selbstmord begehen oder Selbstmordgedanken haben, rufen Sie die National Suicide Prevention Hotline, 1-800-273-TALK (8255), oder den Text "START" an 741741.

Andere Ressourcen:

Für Mobbing-Überlebende: www.stopbullying.gov

Überlebende sexueller Übergriffe: www.rainn.org

Dr. Janina Scarlet ist lizenzierte klinische Psychologin, Wissenschaftlerin und Vollzeit-Geek. Sie ist eine Trauma-Überlebende, die von den X-Men inspiriert wurde, um "Superhero-Therapie" zu entwickeln, um Patienten mit Angstzuständen, Depressionen und PTBS zu helfen. Sie hat mehrere Publikationen zu diesem Thema verfasst und Vorträge im In- und Ausland gehalten. Sie ist auch ein Mitglied der Pop Culture Hero Coalition. Ihr Buch "Superhero Therapy" erschien am 1. Dezember 2016 in Großbritannien und am 1. August 2017 in den USA

Wenn Sie mehr über die Superhelden-Therapie erfahren möchten, wenden Sie sich an Dr. Janina Scarlet Twitter @shadowquill, Facebook: https://www.facebook.com/Shadow.Scarletl oder auf der Website www.superhero-therapy.com